Handball-OL: Stodo holt Punkt, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Eutin – In der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat der ATSV Stockelsdorf bei den Frauen gegen den Aufsteiger und Tabellensechsten HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit 23:23 (13:10) ein Remis erreicht und seinen zweiten Punkt auf die Habenseite gebracht. Bei den Männern behauptete die HSG Ostsee N/G durch einen deutlichen 27:16 (14:9)-Erfolg beim Aufsteiger HSG Mönkeberg-Schönkirchen seine Spitzenposition und ist nun als einzige Mannschaft noch ohne Niederlage. Hingegen wartet der VfL Bad Schwartau U23 nach dem 22:25 (8:13) gegen die SG Hamburg-Nord weiterhin auf den ersten Heimsieg der Saison.

Frauen:
ATSV Stockelsdorf – HSG Holstein Kiel/Kronshagen 23:23 (13:10)
An die gute Leistung des vergangenen Wochenendes hat der ATSV Stockelsdorf mit dem 23:23 (13:10) nahtlos angeknüpft und gezeigt, dass wieder mit ihnen zu rechnen ist. Zwar geriet das Spiel am Ende noch einmal in Gefahr umzukippen, doch Stodo hielt gegen, wartet aber immer noch auf den ersten Saisonsieg.

Das 0:1 und 1:2 steckte die Mannschaft von Trainer Nicolai Schmidt schnell weg und drehte den Spieß um, glich aus und übernahm anschließend die Führung in der 5. Minute beim 3:2. Über 6:3 (10.) und 11:6 (20.) ging es mit einer 13:10-Führung in die Halbzeitpause.

Die Stockelsdorferinnen behielten das Spiel auch in der zweiten Hälfte zum großen Teil im Griff. Sie hielten den starken Aufsteiger aus Distanz, so hieß es 16:12 in der 41. Minute und bis zur 50. Minute hielt der Vorsprung beim 18:15. Nun schlich sich eine kleine Unkonzentriertheit ein, die der Gast konsequent zu seinem Vorteil nutze. Die HSG Holstein Kiel/Kronshagen glich aus und führte in der 58. Minute gar mit 22:20. Im Team Time Out brachte Trainer Schmidt wieder Ordnung rein und am Ende gab es beim 23:23 eine Punkteteilung.

Torschützen für den ATSV Stockelsdorf:
Susen Langanke (5/3), Kristin Schröder und Nike Denker (je 5), Laura Hirt (4), Justine John (3), Fenja Schreiber (1)

Männer:
VfL Bad Schwartau U23 – SG Hamburg-Nord 22:25 (8:13)
Der VfL Bad Schwartau U23 hat trotz großer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit den ersten Heimsieg gegen den Tabellenvierten SG Hamburg-Nord mit 22:25 (8:13) nur knapp verpasst. Somit brennt die rote Laterne weiterhin bei den Schwartauern.

Das 1:0 der Gäste glich der VfL U23 noch schnell aus, es blieb das einzige Unentschieden in der ersten Hälfte. Zu viele technische Fehler und unmotivierte Ballverluste, es waren wohl alleine 13 in der ersten Halbzeit, bescherten den Hamburgern leichtes Spiel. Die ließen sich nicht zweimal bitten und zogen Tor um Tor von 3:1 (3.) und 8:4 (19.) bis zur Pause auf 13:8 davon.

Nach der Pause stand ein völlig ausgewechselter VfL Bad Schwartau U23 auf der Platte, voller Biss und Elan setzten er den Gast unter Druck und erzielte bereits in der 37. Minute den 12:13-Anschlusstreffer. Jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen auf der Gastgeberseite. Auch der erneute Vorsprung der Gäste blieb ohne Wirkung, der Ausgleich zum 17:17 viel in der 48. Minute und der Gast war sichtlich nervös geworden.

Jetzt stockte die Angriffsmaschine des VfL U23, sie ließ klare Chancen zur Führung ungenutzt und brachte somit die Hamburger wieder ins Spiel zurück. Durch das Liegenlassen der eigenen Chancen schlugen sich die Mannen von Trainer Guido Bock selbst und der Gast legte mit einem 6:1-Lauf zum 23:18 den Grundstein für den 25:22-Sieg.

„Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler im Angriff gemacht und haben wohl 13-mal den Ball verloren, ohne aufs Tor zu werfen“, resümiert Trainer Bock nach dem Spiel. „Dann ist es natürlich schwer ein Spiel zu gewinnen. „Wir haben eine gute zweite Halbzeit hingelegt, es gab einen deutlichen Aufwärtstrend und ich bin zuversichtlich, dass es bald zum Sieg reicht.“

Torschützen für VfL Bad Schwartau U23:
Yannik Barthel (8/3), Danial Amoey (5), Felix Hirth (3/1), Jannes Farschchi und Thimo Steinfurth (je 2), Marius Nagorsen und Niklas Jung (je 1)

HSG Mönkeberg-Schönkirchen – HSG Ostsee N/G 16:27 (9:14)
Nachdem die bis dato verlustpunktfreie SG WIFT Neumünster beim TSV Ellerbek die erste Niederlage einsteckte, nutzte die HSG Ostsee N/G mit dem 27:16 (14:9)-Sieg beim Aufsteiger HSG Mönkeberg-Schönkirchen die Gunst der Stunde. Sie ist nun in der Oberliga die einzige Mannschaft ohne Niederlage und nur aufgrund eines Spieles weniger noch Tabellenzweiter.

Trotz der Doppelbelastung durch das Viertelfinale im HSVH-Pokal am Donnerstag (16.11.), mit dem 37:27-Sieg bei der HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve und dem Einzug ins Final-Four, gab die HSG Ostsee N/G sich keine Blöße. Sie zeigte von Anbeginn wer die Halle als Sieger verlassen wollte, übernahm gleich die Führung und ließ nur die ersten Minuten ein ausgeglichenes Spiel zu. Nach dem Anschlusstreffer der HSG Mönkeberg-Schönkirchen zum 7:8 in der 13. Minute war die Maschine beim Gast langsam auf Betriebstemperatur gekommen. Er legte über 11:7 (21.) zur Pause eine beruhigende 14:9-Führung vor.

Als in der 39. Minute das 18:10 fiel, war die Partie so gut wie entschieden, da der Gastgeber nicht mehr in der Lage war, gegen zu halten. So hatte der Gast keine Mühe den 27:16-Sieg locker über die Zeit zu bringen und seine Spitzenposition zu behaupten.

Torschützen für die HSG Ostsee N/G:
Alexander Mendle (7), Benedict Philippi (6), Ben Jarik (4/1), Kim Colin Reiter (4), Piet Möller, Torben Hinsch und Juri Knorr (je 2)

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