Erfolgreich im Vorlesewettbewerb: Lea Wittwer (links) und Mia Hagen (beide vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck). In der Mitte: Jon Tajo Oli Schwarz vom Ernst-Barlach-Gymnasium Kiel. - Foto: © IQSH/Olaf Malzahn/oH
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Hamburg – Nun ist es geschafft – die Landesbesten im Spanisch-Vorlesewettbewerb „Leo, leo – ¿qué lees?“ stehen fest. Bis zur letzten Minute haben sie noch die Aussprache geübt, sich erinnert, nicht das „B“ zu stimmhaft vorzulesen, die Stimme richtig zu heben –, und dann ging es los. In sieben Gruppen, gestaffelt nach Sprachfortschritt, lasen am 27. März die 54 Schulbesten aus ganz Schleswig-Holstein im Instituto Cervantes in Hamburg Texte auf Spanisch vor. Je nach Lernjahr und Leistungsniveau reichten die Texte von Hochliteratur wie García Márquez bis zur Schulbuchlektüre.

„Selbstwirksamkeit und Freude am Lernen, das sind Dinge, die der Wettbewerb ganz unmittelbar spürbar macht“, beschrieb Kathrin Sommerfeldt, Initiatorin des Wettbewerbs und Landesfachberaterin Spanisch am IQSH, die Bedeutung von „Leo, leo – ¿qué lees?“. „Zugleich sind Lesen und Vorlesen wichtige Basiskompetenzen, die wir fördern müssen – auch in einer Fremdsprache“, so Sommerfeldt.

Um in das Landesfinale des Vorlesewettbewerbs „Leo, leo – ¿qué lees?“ zu kommen, nahmen fast 2.500 Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an der Vorauswahl an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien teil.

Über ihren ersten Platz auf Sprachniveau A 1 freuten sich Ioana Cotovan von der Nordseeschule in St. Peter-Ording (1. Lernjahr, 3. Fremdsprache, Klasse 9), Sergej Mzikian von der Theodor-Mommsen-Schule in Bad Oldesloe (1. Lernjahr, 2. Fremdsprache, Klasse 7) und Ida Laskowski von der Auguste-Victoria-Schule in Flensburg (2. Lernjahr, 2. Fremdsprache, Klasse 8) als jeweilige Landessiegerinnen und -sieger ihrer Wettbewerbsgruppe.


Über ihren ersten Platz auf Sprachniveaustufe A 2 freuten sich Mia Hagen vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck (3. Lernjahr, 2. Fremdsprache, Klasse 9), Jon Taijo Oli Schwarz vom Ernst-Barlach-Gymnasium in Kiel (2. Lernjahr, 3. Fremdsprache, KIasse 10) und Lisa Wittwer vom Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck (4. Lernjahr, 2. Fremdsprache, Klasse 10) als jeweilige Landessiegerinnen und -sieger in ihrer Wettbewerbsgruppe. Lisa Wittwer ist zum zweiten Mal in Folge Landessiegerin.

Erstmalig maßen sich Schülerinnen und Schüler in der Kategorie „Herkunftssprache Spanisch“ in ihrem Können. Ziara Bekka vom Alstergymnasium aus Henstedt-Ulzburg gewann dabei den 1. Platz.

Die Jury aus Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern achtete nicht nur auf die richtige Aussprache und Betonung, sondern nahm auch Satzmelodie und Überzeugungskraft in den Blick. Überwältigend sei das Eintauchen in die Sprache, sagte Carla Pauline Cabanillas Giglok vom Kopernikus-Gymnasium in Bargteheide: „Es ist sehr cool, so viele Spanisch sprechende Menschen zu treffen“. Die Neuntklässlerin saß dieses Jahr zum ersten Mal in der Jury und war beeindruckt von der Lesetechnik und Aussprache unter den Finalisten.

Es gehöre viel Mut dazu, bei der Endausscheidung einer großen Jury und den Mitstreiterinnen und Mitstreitern vorzulesen, betonte Kathrin Sommerfeldt bei der Preisverleihung. Sie bedankte sich bei den Lehrkräften für deren großes Engagement bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf diesen Wettbewerb, bei der Jury für das sichtliche Bestreben, fair und mit großer Wertschätzung zu werten und bei Manuel Fernández vom Instituto Cervantes für die Unterstützung des Wettbewerbs.

Speziell für „Leo, leo – ¿qué lees?“ kam Sonia Espiñeira von der Spanischen Botschaft aus Berlin. „Ich bin gern zu diesem Wettbewerb gekommen und bin sehr beeindruckt von dem Enthusiasmus der Schülerinnen und Schüler. Es ist eine große Freude, die Begeisterung für die Sprache und die Kultur Spaniens zu erleben. Daher unterstützen wir den Wettbewerb gerne, sowohl auf Länder- wie auf Bundesebene“, sagte Espiñeira.

Gastgeber Manuel Fernández betonte, das Instituto Cervantes stehe gern allen zur Verfügung, die Interesse an der spanischen Sprache haben.

Der attraktive Wettbewerb, der in der ersten Phase ein Breitenwettbewerb ist und erst in den nächsten Schritten zum Exzellenzwettbewerb wird, findet bundesweit immer mehr Nachahmer. Im letzten Jahr wurde daher erstmals ein Bundesentscheid durchgeführt, an dem fünf Bundesländer teilgenommen haben. In diesem Jahr treten die Landesbesten der A1-Gruppen aus neun Ländern gegeneinander an.

„Leo, leo – ¿qué lees?“ wird in Schleswig-Holstein ausgerichtet vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) gemeinsam mit dem Instituto Cervantes in Hamburg, einer öffentlichen Einrichtung der spanischen Regierung. Spanisch wird in Schleswig-Holstein in der Sekundarstufe I (in den Jahrgangsstufen 7 bis 10) an Gymnasien als zweite oder dritte Fremdsprache und an Gemeinschaftsschulen als Wahlpflichtfach angeboten.

(Verantwortlich für diesen Pressetext: Dr. Magdalena Drywa | Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein)